Test: Yozma IN 10 – elektrisches Dirtbike

Die Yozma IN 10 ist ein kompaktes elektrisches Dirtbike für Jugendliche und junge Erwachsene. Wir haben das Bike selbst aufgebaut und ausprobiert. In unserem Test zeigen wir, wie es sich fährt, wie viel Leistung es bietet und wo wir noch Verbesserungspotenzial sehen.
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Maximilian

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Viel Fahrspaß für vergleichsweise wenig Geld

Die Yozma IN 10 hat uns im Test positiv überrascht. Das Bike sieht gut aus, fühlt sich stabil an und bietet deutlich mehr Leistung, als man ihm aufgrund seiner Größe zunächst zutraut.
Besonders im dritten Fahrmodus macht das Fahren richtig Spaß. Das Bike beschleunigt kräftig und fühlt sich durchaus sportlich an. Der erste Modus ist dagegen deutlich ruhiger und eignet sich gut, um sich zunächst mit dem Bike vertraut zu machen.
Ganz perfekt ist die Yozma IN 10 allerdings nicht. Für größere Erwachsene ist sie eher klein und bei unserem Testmodell saß der Griffgummi am Gasgriff nicht vollständig fest. Angesichts des Preises ist das Gesamtpaket dennoch überzeugend.

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Das Produkt

Was ist die Yozma IN 10?

Die Yozma IN 10 ist ein kleines elektrisches Dirtbike, das für Fahrten abseits öffentlicher Straßen entwickelt wurde. Zielgruppe sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, die ein handliches, aber trotzdem leistungsstarkes Dirtbike suchen.

Im Bike arbeitet ein bürstenloser Elektromotor mit 1.200 Watt Dauerleistung und bis zu 2.600 Watt Spitzenleistung. Damit ist die Yozma IN 10 leistungsstärker als viele einfache Elektro-Dirtbikes für Jugendliche, bleibt aber deutlich kompakter und günstiger als eine größere, elektrische Motocross-Maschine.
Der Akku bietet 48 Volt und 23,4 Amperestunden. Laut Hersteller sind damit je nach Fahrweise, Gelände, Temperatur und Fahrergewicht zwischen 56 und 85 Kilometer Reichweite möglich.

Die Höchstgeschwindigkeit wird mit rund 64 km/h angegeben. Das Bike wiegt etwa 55 Kilogramm und darf mit maximal 120 Kilogramm belastet werden.

Vorne ist ein 14-Zoll-Rad verbaut, hinten ein 12-Zoll-Rad. Die Sitzhöhe liegt bei ungefähr 71 Zentimetern. Man merkt also schon an den Maßen, dass es sich nicht um eine ausgewachsene Motocross-Maschine handelt.

Aufbau und erster Eindruck

Die Yozma IN 10 wird teilweise vormontiert geliefert. Unter anderem mussten wir noch das Vorderrad, den Lenker, die Schutzbleche und die Fußrasten montieren. Insgesamt waren wir ungefähr zwei Stunden mit dem Aufbau beschäftigt.
Optisch hat uns das Bike sofort gefallen. Es sieht modern aus und wirkt nicht wie ein Spielzeug. Auch die Proportionen stimmen. Obwohl die Yozma IN 10 relativ klein ist, erinnert sie an eine richtige Motocross-Maschine.
Die Verarbeitung war ebenfalls besser als erwartet. Gerade bei einem vergleichsweise günstigen elektrischen Dirtbike könnte man vermuten, dass Rahmen, Federung oder Bedienelemente eher einfach ausfallen. Bei unserem Testmodell machte die Konstruktion jedoch einen stabilen und ordentlichen Eindruck.

Wie fährt sich die Yozma IN 10?

Der Einstieg ist unkompliziert. Da das Bike elektrisch fährt, gibt es weder eine Kupplung noch ein klassisches Getriebe. Man schaltet es ein, wählt einen Fahrmodus und kann direkt losfahren.
Insgesamt stehen drei Fahrmodi zur Verfügung. Dabei handelt es sich nicht um klassische Gänge. Die Modi bestimmen vor allem, wie direkt und kräftig das Bike auf den Gasgriff reagiert.

Fahrmodus 1

Der erste Modus ist sehr ruhig abgestimmt. Die Beschleunigung erfolgt langsam und kontrolliert. Das eignet sich gut für die ersten Fahrversuche oder für Personen, die bisher noch keine Erfahrung mit einem Dirtbike haben.
Besonders sportlich ist dieser Modus natürlich nicht. Dafür fühlt er sich gut kontrollierbar an.

Fahrmodus 2

Im zweiten Modus reagiert die Yozma IN 10 bereits deutlich schneller. Die Leistung reicht aus, damit das Fahren Spaß macht, ohne dass das Bike sofort zu aggressiv wirkt.
Für normale Fahrten dürfte dieser Modus für viele Nutzer die beste Wahl sein.

Fahrmodus 3

Im dritten Modus zeigt die Yozma IN 10, was in ihr steckt. Das Bike beschleunigt kräftig und zieht beim Drehen des Gasgriffs ordentlich nach vorne.
Die Leistung reicht sogar aus, um das Vorderrad anzuheben. Spätestens hier fühlt sich die Yozma IN 10 nicht mehr wie ein einfaches Jugend-Bike an, sondern wie ein kleines, richtig unterhaltsames Dirtbike.

Geschwindigkeitsbegrenzung

Mit aktivierter Geschwindigkeitsbegrenzung erreichten wir im Test ungefähr 20 km/h. Das ist sinnvoll, wenn man das Bike zum ersten Mal ausprobiert oder eine kürzere Strecke fährt.

Die Begrenzung lässt sich ausschalten, indem man die Minustaste am Display etwa fünf Sekunden lang gedrückt hält. Leider wird dieser Vorgang in der Anleitung nicht besonders gut erklärt.
Außerdem erscheint keine eindeutige Anzeige, wenn die Begrenzung deaktiviert wurde. Ob es funktioniert hat, merkt man deshalb erst beim Fahren.
Gut fanden wir dagegen, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung nach dem Ausschalten des Bikes automatisch wieder aktiviert wird. Wenn mehrere Personen mit unterschiedlicher Erfahrung das Dirtbike nutzen, ist das eine sinnvolle Sicherheitsfunktion.

Für wen eignet sich die Yozma IN 10?

Laut Hersteller eignet sich das Bike für Personen mit einer Körpergröße zwischen 120 und 180 Zentimetern. Dieses Spektrum erscheint uns recht großzügig.
Für Jugendliche und kleinere Erwachsene passt die kompakte Größe sehr gut.

Man erreicht den Boden leicht und kann das Bike problemlos kontrollieren. Auch beim Wenden oder Fahren auf kleineren Flächen ist die geringe Größe von Vorteil.
Für größere Erwachsene kann die Sitzposition dagegen eng werden. Selbst bei einer Körpergröße von 180 Zentimetern hängt viel von der Beinlänge und dem Körperbau ab.
Größere Fahrer sollten die Yozma IN 10 deshalb eher als kleines, verspieltes Pitbike betrachten und nicht als vollwertigen Ersatz für eine große Motocross-Maschine.

Bremsen und Bedienung

Die Vorderradbremse befindet sich auf der rechten Seite des Lenkers. Die Hinterradbremse wird mit der linken Hand bedient.
Wer normalerweise Fahrrad oder E-Bike fährt, dürfte sich schnell daran gewöhnen. Erfahrene Motocross-Fahrer müssen dagegen zunächst umdenken, da die linke Hand hier die Hinterradbremse und nicht die Kupplung bedient.
Die Bremsen ließen sich in unserem Test gut bedienen. Nach einer kurzen Eingewöhnung kamen wir mit der Anordnung problemlos zurecht.

Kleiner Schwachpunkt am Gasgriff

Ein Detail hat uns bei unserem Testmodell gestört: Der Griffgummi am äußeren Ende des Gasgriffs saß nicht vollständig fest und konnte sich beim Beschleunigen leicht mitdrehen. Das beeinträchtigte die Fahrt zwar nicht wesentlich, fühlte sich in der Hand aber etwas seltsam an. Gerade am Gasgriff sollte das Gummi vollständig festsitzen. Es handelt sich um einen kleinen Mangel, der sich vermutlich leicht beheben lässt. Bei einem ansonsten gut verarbeiteten Bike fällt er trotzdem auf.

Akku und Reichweite

Mit 48 Volt und 23,4 Amperestunden ist der Akku für ein Dirtbike dieser Größe ordentlich dimensioniert.
Die maximale Reichweite von 85 Kilometern dürfte allerdings nur unter günstigen Bedingungen erreichbar sein. Der Hersteller nennt selbst eine Spanne von 56 bis 85 Kilometern.

Wer im dritten Modus sportlich im Gelände fährt, häufig beschleunigt oder Steigungen bewältigt, muss mit einer deutlich geringeren Reichweite rechnen. Auch Fahrergewicht und Außentemperatur spielen eine Rolle.
Das ist bei Elektrofahrzeugen normal. Gerade im Gelände kann der Energieverbrauch je nach Untergrund stark schwanken.

Laden und Wartung

Eine vollständige Ladung dauert ungefähr fünf bis sechs Stunden. Damit kann das Bike beispielsweise problemlos über Nacht aufgeladen werden.
Ein großer Vorteil des Elektroantriebs ist der geringe Wartungsaufwand. Es gibt kein Motoröl, keine Zündkerze und keinen Vergaser. Auch ein Luftfilter für einen Verbrennungsmotor entfällt.
Ganz ohne Wartung geht es natürlich trotzdem nicht. Kette, Bremsen, Reifen, Lager und Schrauben sollten regelmäßig kontrolliert werden. Insgesamt ist der Aufwand aber geringer als bei einer benzinbetriebenen Motocross-Maschine.

Angenehm leise, aber nicht für die Straße

Die Yozma IN 10 ist wesentlich leiser als ein Dirtbike mit Benzinmotor. Das macht das Fahren angenehmer und stört die Umgebung weniger.
Trotzdem darf man das Bike nicht automatisch überall benutzen. Die Yozma IN 10 ist nicht für den regulären Straßenverkehr zugelassen.
Sie sollte daher nur auf geeigneten Privatflächen, Motocross-Strecken oder anderen Flächen gefahren werden, auf denen die Nutzung ausdrücklich erlaubt ist.

WIR FINDEN

Unser Gesamteindruck von Yozma

Uns gefällt:

Verbesserungsmöglichkeiten:

UNSERE BEWERTUNG

Unsere Noten

92
Preis-Leistungs-Verhältnis
9.6
Fahrgefühl
9.2
Leistung
9
Verarbeitung
8.8
Design
9.4
Unser Fazit zur Yozma IN 10

Die Yozma IN 10 hat in unserem Test einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Sie sieht hochwertig aus, fühlt sich stabil an und lässt sich unkompliziert fahren.
Besonders überzeugt hat uns die Kombination aus drei Fahrmodi und kräftiger Beschleunigung. Anfänger können zunächst im ruhigen ersten Modus starten. Wer bereits etwas Erfahrung gesammelt hat, bekommt im dritten Modus deutlich mehr Leistung und Fahrspaß.
Das kompakte Format passt vor allem zu Jugendlichen und kleineren Erwachsenen. Für große Fahrer dürfte das Bike auf Dauer etwas eng sein.
Auch der lockere Griffgummi und die schlecht erklärte Geschwindigkeitsbegrenzung bieten noch Verbesserungspotenzial. Beides sind für uns jedoch keine schwerwiegenden Nachteile.

9.2
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Die Yozma IN 10 wird teilweise vormontiert geliefert. Das Vorderrad, der Lenker, die Schutzbleche und die Fußrasten müssen unter anderem noch angebracht werden. Wir benötigten für den Aufbau ungefähr zwei Stunden.
Das Bike darf laut Hersteller mit maximal 120 Kilogramm belastet werden.
Mit aktivierter Geschwindigkeitsbegrenzung erreichten wir ungefähr 20 km/h. Ohne Begrenzung soll das Bike laut Hersteller bis zu 64 km/h erreichen.
Yozma gibt eine Reichweite von 56 bis 85 Kilometern an. Bei sportlicher Geländefahrt dürfte der tatsächliche Wert deutlich niedriger liegen.
Eine vollständige Akkuladung dauert ungefähr fünf bis sechs Stunden.
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Maximilian
Maximilian ist ein erfahrener Softwareentwickler und Technik-Enthusiast. Sein Hintergrund in der Informatik und seine Leidenschaft für neue Technologien machen ihn zu einem Experten, wenn es darum geht, Technikprodukte zu bewerten und zu vergleichen. Maximilian war schon immer die Ansprechperson für technische Beratung in seinem Freundes- und Familienkreis, was ihn zu einem ausgezeichneten Tester für Elektronik und Computer macht. Neben Elektronik und Computern interessiert sich Maximilian für Laufen, Wandern und Biohacking.
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